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Naturpark Hoher Fläming unterstützte mit heimischen und insektenfreundlichen Pflanzen den Blütenreichtum in 82 Gärten


Bild zur Meldung: Familie Schmidt (li.) erhält Pflanzware von Elisa Kallenbach (Mitte) und Andrea Künnemann (re.) aus der Naturparkverwaltung Hoher Fläming; Foto: Sandy Rau  



Naturpark Hoher Fläming unterstützte mit heimischen und insektenfreundlichen Pflanzen den Blütenreichtum in 82 Gärten

 

Viele Menschen möchten ihren Garten naturnah gestalten, um den Insekten und anderen tierischen Gartenbewohnern ein Zuhause und ein Nahrungsangebot anzubieten. Dem Aufruf der Naturparkparkverwaltung Hoher Fläming im September, insektenfreundliche Stauden in die Gärten zu bringen, waren etwa 100 Haushalte gefolgt. Um eine möglichst große Arten- und somit Blütenvielfalt zu erreichen, standen 44 verschiedene Stauden, elf verschiedene Sträucher und acht verschiedene Blumenzwiebeln (insgesamt 63 Pflanzenarten) zur Auswahl. Dabei wurde darauf geachtet, dass das ganze Jahr über der Blütentisch reich gedeckt ist.

 

Zusätzlich wurden auch Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen wie verschiedene Gräser angeboten. Besonders beliebte Stauden waren Glockenblumen, Wiesen- und Skabiosen-Flockenblumen, Karthäuser-Nelke und Wiesen-Salbei. Hundsrosen, Sal-Weiden und Gewöhnlicher Schneeball zählten zu den meistgewünschten Sträuchern. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten nicht alle Pflanzenwünsche erfüllt werden, aber die Pflanzenlisten werden hoffentlich für viele Gärtnerinnen und Gärtner als weitere Inspiration dienen.

 

Insgesamt erhielten 82 Gartenbewirtschafterinnen und Gartenbewirtschafter verteilt über das gesamte Naturparkgebiet 1.700 Stauden, 390 Sträucher und 2.400 Blumenzwiebeln.

 

Familie Schmidt aus Reetz war gleich in zweifacher Funktion unterwegs: Im privaten Garten der Familie wachsen nun noch mehr heimische Stauden, Wildsträucher und insektenfreundliche Zwiebelblumen. Zusätzlich setzte sich Friederike Schmidt auch für die insektenfreundliche Bepflanzung der neuen Naturpark-Kita „Zwergenland“ in Reetz ein. Hier werden ab dem nächstem Jahr 35 heimische Stauden und eine Sal-Weide den Garten schmücken. So können die Kinder in den nächsten Jahren das Wachstum der Pflanzen und die Insekten bei der Nahrungssuche beobachten.

 

Wichtige Tipps und Tricks für eine naturfreundliche Gartengestaltung wurden darüber hinaus auf zwei Seminaren gegeben. Ariane Hofmann, Vorstandsvorsitzende des Hortus Terrigenus e. V., erläuterte anschaulich die Spezialisierungen und Lebensweisen der heimischen Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge. Anschließend wurden praxistaugliche Nisthilfen für Wildbienen aus markhaltigen Brombeerstängeln angefertigt.