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Klavier-Matinee in Schloss Wiesenburg

01.09.2019

„Meine Kunst lasse ich nicht liegen, ich müßte mir ewige Vorwürfe machen!“ Klaviermatinee mit Boris Schönleber zum 200. Jubiläumsjahr von Clara Schumann Während Clara Schumann zu Lebzeiten als Pianistin europaweit gefeiert wurde, lebte sie ihr Leben als Komponistin im Hintergrund: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Frauen ein schöpferisch-kompositorisches Talent komplett abgesprochen. Dieses allgemeine Urteil saß so tief, dass sogar Clara selbst der Meinung war, sie könne als Frau niemals eine „echte“ Komponistin sein. Umso erstaunlicher ist es, dass ihr Mann Robert Schumann sie ermunterte, ihr Talent als Komponistin auszubilden. Viele ihrer Werke fanden höchste Anerkennung vor seinem strengen Urteil. Die Klavierwerke von Clara Schumann, viele hat sie noch als Clara Wieck geschrieben, sind von großer musikalischer Phantasie gekennzeichnet. Während sie die frühen Werke vor allem für ihre eigenen Konzerte schrieb und damit das Publikum verblüffte, indem sie als Frau ihr „Originalgenie“ demonstrierte, sind die späteren Werke sehr mit ihrem bewegten Leben verbunden und von großer emotionaler Tiefe geprägt. Von diesem bewegten Leben wird Boris Schönleber - sozusagen anstelle des Programmheftes - im Konzert berichten. Im ersten Teil der Klaviermatinee werden frühe und späte Werke von Clara Schumann erklingen. Im zweiten folgt dann die Sonate op. 11 von Robert Schumann, die viel mit Clara zu tun hat. Robert Schumann selbst sagte über den Einfluss Claras auf das Werk: „Gewiß mag von den Kämpfen, die mir Clara gekostet, manches in meiner Musik enthalten sein. Das Concert, die Sonate op. 11, die Davidsbündlertänze, die Kreisleriana und die Novelletten hat sie beinah allein veranlaßt.“

 

Veranstaltungsort

Wiesenburg

 

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